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Paradigmenwechsel

Also liebe Freunde, ich war in der Schweiz und ich muss sagen: Da ist die Welt wirklich noch in Ordnung. Saubere Gehwege, ausverkaufte Varietetheater und nichts mit Sex durfte ich machen, weil eine Sexkolumnistin eingeladen war. Deshalb habe ich nur Sachen über Blumen und Nazis vorgelesen. Sowas mögen die Schweizer. Und Geld mögen sie. Kein Wunder. Das ist dort so schön bunt, in pink und grün und gelb, richtig satte Farben. Nicht so ausgewaschen wie unsere Scheinchen. Das dachten sich die Ungarn wahrscheinlich auch, deswegen sind sie jetzt pleite. Wie Island! Aber bei denen sind die Engländer schuld!
Überhaupt die Bankenkrise:
Früher haben die Leute immer nur mitleidig bis abwertend "Künstler!" gesagt oder "Studenten!", wenn man erzählt hat, man sei pleite. Heute kann man damit richtig Eindruck schinden. Wer heute sagt "Ich bin pleite!" impliziert doch damit, dass er vor wenigen Wochen noch steinreich war.
Paradigmenwechsel, yeah!

Kommentare

  1. Die Kunst wird Währung. Und wir produzieren "Geistiges Eigentum".
    Wir werden alle Künstler - völlig
    nachwachsender Rohstoff. Veredelung
    heißt Fleiß? Oder eher Unterlassung? ...also kein Kommentar! Das wird interessant,
    wenn es soweit kommt, daß der eigene Gedanke mehr Wert wird
    wenn man ihn nicht hat!

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