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herr meiner situation

ha, das war mal ein donnerstag. meine güte, was hat das spaß gemacht! ganz unbescheiden. aber es waren ja doch einige leute da, doch doch, und zumindest von vorne hörte es sich an, als würde alles vortrefflich zusammenpassen, und alle haben geklatscht und mitgelacht und dann saß ich da und war froh.
und ich mag jetzt muntamonika.

richtig aufregend wurde es allerdings erst hinterher, denn da fanden lea und ich und die jongs einen besoffenen auf der straße, eine "hilflose person"; "jenau, hilflose person heißt dit!" sagte die begleiterin, die es jenau wusste, aber kein handy dabei hatte, und dann musste ganz lange verhandelt werden, ob wir nun einen krankenwagen holen oder nicht. denn die hilflose person hatte einerseits eine platzwunde am kopf, andererseits aber auch nur eine platzwunde, und wollte wiederum andererseits auf gar keinen fall einen krankenwagen (wenn ichs richtig verstanden habe, sie konnte nur noch quallen, die person, wollte uns aber "alle eine rinhauen"), war aber dann doch wiederum einerseits recht hilflos, so dass krankenwagen ok gewesen sein könnte. taxi nach hause wollte die begleiterin nicht, "um himmels willen, wat ick da von meinem mann hörn wer!", ach so ist das also. sie selbst war nicht hilflos, "ick bin ja imma noch herr meiner äh situation!". da kam aber schon der krankenwagen und all dies wurde wieder zu einem problem anderer leute.

auf dem restlichen heimweg hatten wir einen moralischen, jeder seinen eigenen, bis wir zuhause waren. da wars dann vorbei mit der moral und lea dachte, sie dürfe einfach den käse von unsern mitbewohnern essen. das sind die früchte des kommunismus - hilflose personen und mundraub!

was ich meine ist doch eigentlich: war das schön mit euch!
und sauft nicht soviel, dass ihr auf den hinterkopf fallt. nicht bei dem wetter.

Kommentare

  1. Hallo Anna,

    http://www.youtube.com/watch?v=7r66uvYH9bk

    ...ob der Video Aufschluß gibt
    wer Erna ist, oder vielleicht
    Elli? - wer weiß...

    Deine Situation, war noch kurz
    zuvor meine Situation.
    Doch das Leben der Anderen
    sehnte sich nicht nach dem Meinen.

    In der Beschäftigung mit dem Meinen
    war ich mir auf ein Mal ihre
    ganze Verlorenheit.

    Wie hilflos mein Ich,
    in diesem Du, war ich so tatenlos
    Eins.

    Mein Gehen lies mich erst wieder zu.

    Hagen

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