nette musik III

ach ja, die kassette, die gute alte. Wisst ihr noch, damals, als eine selbstbespielte Kassette noch der größte Liebesbeweis war, den man von einem Jungen kriegen konnte.... natürlich mit abgehackten liedenden und dem typischen geleier der vierten Kopie und in den Pausen zwischen den Songs das ferne Gemurmel des Alf-Hörspiels, das zu diesem Zweck überspielt wurde (mit Klebeband auf den viereckigen Löchern an der oberen Kante). Ach ja!
Aber ich muss mir derartige Spitzen gegen die fab four doch sehr verbitten, bittesehr. Ohne die wäre ich nichtsnichtsnichts.
Anna hat natürlich recht, was die vorteile von tragbaren musikabspielgeräten angeht. Auch wenn ich den "digitalen furz" vorziehe, weil kleiner und handlicher und weil man nicht ständig batterien wechseln muss. Das geht mir schon bei den Fahrradlampen auf die Eier (Mamas Stimme aus dem Off: "Kind, sei nich so ordinär!"), Entschuldigung, auf die Eierstöcke.
Und überhaupt ist das ja auch was völlig anderes: zum Fahrradfahren gehört immer musik (nur ein Grund, warum ich so gerne mit dem Fahrrad von Pankow nach Neukölln fahre: dreiviertel Stunde Beschallung), aber die Musik kann ich ja dann schlecht zum schreiben hören, weil ich dann eben die füße nicht stillhalten kann.
Das ist nämlich auch der einzige Unterschied zwischen Bauarbeitern und Denkarbeitern: erstere bewegen sich, können also Fahrradfahrmusik hören, letztere müssen stillsitzen. Man kann auch zum Fahrradfahren keine Denkarbeitsmusik hören, weil man dann sofort aufhört zu treten und demzufolge umfällt.

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